Kostenübersicht nach Verfahren

Die Mauerwerkstrockenlegung Kosten unterscheiden sich deutlich nach dem gewählten Verfahren: Eine Bohrlochinjektion wird meist je laufendem Meter kalkuliert, während elektrophysikalische Systeme gewöhnlich pro Gebäude abgerechnet werden. Die folgenden Richtwerte nach Verfahren beziehen sich auf den Stand 2025/2026 und dienen dem Kostenvergleich bei Mauerwerksentfeuchtung. Tatsächliche Bauwerksabdichtung Preise hängen unter anderem von Region, Wanddicke und Zustand des Mauerwerks ab. Auch Ausführungsdauer und Zeit bis zur merklichen Austrocknung sind nicht dasselbe: Eine Sperre kann eingebaut sein, während Feuchtigkeit noch längere Zeit aus dem Bauteil entweicht.

Injektionsverfahren

Bei der Bohrlochinjektion wird eine horizontale Reihe von Löchern in die Wand eingebracht. Die Bohrungen liegen im Bereich der nachträglich herzustellenden Horizontalsperre; ihre Anordnung richtet sich nach Mauerwerksaufbau und verwendetem Injektionsmittel. Anschließend wird der Wirkstoff entweder drucklos oder mit einer Injektionspumpe eingebracht. Häufig kommen silan- oder siloxanbasierte Mittel, Paraffine oder Injektionsgele zum Einsatz. Sie sollen die Poren im Mauerwerk hydrophobieren oder Bereiche mit einer abdichtenden Substanz füllen und so den kapillaren Feuchtetransport unterbrechen.

Die Kosten für Mauerwerkstrockenlegung durch Injektion liegen bei etwa 80–250 €/lfm. Das sind Richtwerte, Stand 2025/2026. Die Ausführung an einem kleineren Wandabschnitt kann innerhalb weniger Arbeitstage erfolgen; bei größeren zusammenhängenden Bereichen verlängert sich die Baustellenzeit. Die Austrocknung der Wand selbst dauert deutlich länger und kann sich über mehrere Monate erstrecken. Sie hängt davon ab, wie viel Feuchtigkeit im Mauerwerk gespeichert ist und wie gut die Oberfläche anschließend abtrocknen kann.

Das Verfahren ist vor allem dann praktikabel, wenn sich eine zusammenhängende Bohrlochreihe herstellen lässt und das Mauerwerk das Injektionsmittel aufnehmen kann. Bei stark wechselndem Stein- und Fugenaufbau kann die Verteilung weniger gleichmäßig ausfallen als in homogenem Mauerwerk. Die Tabelle ordnet die Richtwerte und typischen Zeitspannen der Verfahren ein.

Richtwerte, Stand 2025/2026: Kosten und Dauer nach Verfahren
VerfahrenRichtwert pro MeterDauerBesonderheiten
Bohrlochinjektionca. 80–250 €/lfmAusführung meist wenige Arbeitstage je kleinerem Abschnitt; Austrocknung mehrere Monate möglichInjektionsmittel wird über Bohrungen eingebracht; Wirkung hängt von Aufnahme und Verteilung im Mauerwerk ab
Mauersägeverfahrenca. 250–500 €/lfmMehrere Arbeitstage, abhängig von Wandlänge und Bauablauf; Austrocknung dauert längerDurchgehender Schnitt für eine mechanische Horizontalsperre
Edelstahlblecheca. 150–350 €/lfmEinbringung abschnittsweise; Dauer abhängig von Länge und MauerwerksaufbauBleche werden in eine geeignete Lagerfuge eingeschlagen
Elektrophysikalische SystemeAbrechnung pro Gebäude, kein Richtwert pro MeterGeräteeinbau und Beobachtungszeit sind getrennt zu betrachtenWirkung und Nachweisbarkeit sind umstritten

Als Sanierungskostenoptimierung zählt bei diesem Verfahren vor allem die passende Auswahl des Injektionsmittels zum vorhandenen Mauerwerk; ein niedriger Meterpreis allein beschreibt weder die Eignung noch die Austrocknungszeit.

Mauersägeverfahren

Beim Mauersägeverfahren wird das Mauerwerk abschnittsweise in einer horizontalen Lagerfuge durchtrennt. In den entstandenen Sägespalt kommt eine wasserundurchlässige Sperrbahn, beispielsweise aus Kunststoff oder bituminösem Material. Die Sperre wird anschließend so eingebaut, dass die zuvor kapillar aufsteigende Feuchtigkeit nicht mehr ungehindert in den darüberliegenden Wandbereich gelangt. Der Arbeitsgang erfordert eine geeignete Sägetechnik und eine kontrollierte Sicherung des jeweils geöffneten Abschnitts.

Die Richtwerte, Stand 2025/2026, liegen bei etwa 250–500 €/lfm. Damit zählt das Verfahren zu den aufwendigeren mechanischen Lösungen. Es kommt vor allem bei durchgehendem, ausreichend stabilem Mauerwerk infrage, wenn eine gleichmäßige Lagerfuge zugänglich ist. Bei brüchigem, stark unregelmäßigem oder sehr heterogenem Mauerwerk kann das Sägen technisch schwierig sein. Die Eignung hängt auch davon ab, ob sich die Wand während der abschnittsweisen Bearbeitung sicher stabilisieren lässt.

Die Sägearbeiten dauern abhängig von Wandlänge, Wandstärke und Bauablauf mehrere Arbeitstage; eine pauschale Dauer gilt daher nicht für jedes Gebäude. Nach dem Einbau der Sperrbahn ist die kapillare Zufuhr unterbrochen, bereits gespeicherte Feuchtigkeit muss jedoch weiterhin aus dem Mauerwerk entweichen. Dieser Trocknungsprozess kann mehrere Monate beanspruchen und wird von Bauteilaufbau und Feuchtegehalt beeinflusst.

Der wesentliche Vorteil ist die mechanisch eingebrachte, durchgehende Sperrschicht, die nicht auf die Verteilung eines Injektionsmittels in Poren angewiesen ist. Dem stehen der höhere Eingriff in die Wand und die aufwendige, abschnittsweise Ausführung gegenüber. Als Verfahren zur Mauerwerkstrockenlegung im Vergleich eignet sich die Mauersäge besonders bei regelmäßigem Mauerwerk und einer klar zugänglichen Lagerfuge; bei stark wechselndem Steinverband ist eine technische Prüfung des Schnittverlaufs entscheidend.

Edelstahlbleche

Beim Verfahren mit Edelstahlblechen werden profilierte Bleche in eine geeignete horizontale Lagerfuge eingeschlagen. Das Edelstahlmaterial bildet eine mechanische Sperrschicht und wird so eingebracht, dass die einzelnen Elemente eine möglichst durchgehende Barriere ergeben. Anders als bei der Injektion entsteht die Sperre nicht durch ein im Mauerwerk verteiltes Mittel, sondern durch das dauerhaft verbleibende Blech.

Die Richtwerte, Stand 2025/2026, betragen etwa 150–350 €/lfm. Die Methode wird häufig bei regelmäßigem Ziegelmauerwerk eingesetzt, wenn eine passende Lagerfuge vorhanden und mit dem Einschlagwerkzeug erreichbar ist. Die Einbringung erfolgt abschnittsweise; wie schnell sie ausgeführt werden kann, richtet sich nach Wandlänge, Fugenverlauf und Aufbau des Mauerwerks. Der Edelstahl ist auf eine lange Nutzungsdauer ausgelegt und verrottet nicht wie organische Materialien.

Die Einschränkung liegt vor allem in der Eignung des Untergrunds: Bei unregelmäßigem Natursteinmauerwerk, sehr harten oder stark wechselnden Fugen sowie brüchigen Wandbereichen kann das Einschlagen erschwert oder ungeeignet sein. Auch muss sich die Lagerfuge über den betroffenen Wandverlauf ausreichend zusammenhängend erreichen lassen. Das Verfahren ist deshalb keine universelle Lösung für jede Mauerwerksart.

Im Kostenvergleich bei Mauerwerksentfeuchtung liegt die Blechmethode preislich zwischen den genannten Richtwerten für Injektion und Mauersägeverfahren. Sie passt besonders zu gleichmäßigem Mauerwerk mit zugänglicher Lagerfuge, wenn eine mechanische Sperre gewünscht ist und das Material kontrolliert eingeschlagen werden kann. Bei unregelmäßigem Aufbau ist eine andere technische Lösung oft besser an die vorhandene Wand anzupassen.

Elektrophysikalische Systeme

Elektrophysikalische Systeme sollen den Feuchtetransport im Mauerwerk mithilfe elektrischer oder elektromagnetischer Effekte beeinflussen. Bei Verfahren mit Elektroden wird ein elektrisches Feld über Kontakte im Mauerwerk aufgebaut; andere Geräte arbeiten ohne direkt eingebrachte Elektroden. Die zugrunde liegende Erklärung und die konkrete technische Ausführung unterscheiden sich je nach System. Anders als bei Injektion, Mauersäge oder Edelstahlblechen wird dabei keine durchgehende mechanische Sperrschicht in die Wand eingebaut.

Die Abrechnung erfolgt typischerweise pro Gebäude und nicht mit einem Richtwert je laufendem Meter. Einen einheitlichen Meterpreis gibt es für diese Systeme daher nicht. Die Wirkung ist umstritten: Für die Beurteilung ist entscheidend, ob eine nachvollziehbare Veränderung der Mauerwerksfeuchte unter vergleichbaren Messbedingungen nachgewiesen werden kann. Einzelne Messwerte an unterschiedlichen Stellen oder zu verschiedenen Zeitpunkten reichen für einen belastbaren Wirkungsnachweis nicht aus.

Die Anwendungsgrenzen liegen besonders dort, wo Feuchtigkeit nicht überwiegend durch kapillaren Aufstieg entsteht, sondern etwa durch seitlich eindringendes Wasser oder andere bauliche Ursachen. Ein elektrophysikalisches Gerät ersetzt keine fehlende Abdichtung gegen seitlich anstehende Feuchte. Für eine nachhaltige Mauerwerksentfeuchtung passt eine mechanische Sperre bei geeignetem, zugänglichem Mauerwerk; eine Injektion kommt bei aufnahmefähigem Mauerwerk infrage. Elektrophysikalische Systeme sind eher als gebäudebezogene Sonderlösung einzuordnen, deren tatsächliche Wirkung kritisch anhand von Messungen zu bewerten ist.

Was die Kosten treibt

Die Kosten für Mauerwerkstrockenlegung hängen nicht nur vom gewählten Verfahren ab, sondern auch von den baulichen Bedingungen vor Ort. Wandstärke, Mauerwerksgefüge und Arbeitszugang verändern den Zeitaufwand und den Materialeinsatz. Hinzu kommen Arbeiten, die nach der eigentlichen Abdichtung nötig sein können, etwa Putzsanierung oder technische Trocknung. Die folgenden Beträge sind Richtwerte für 2025/2026; tatsächliche Preise variieren je nach Region, Wanddicke und Zustand des Gebäudes.

Wanddicke und Wandlänge

Die Wandstärke beeinflusst, wie viel Material benötigt wird und wie aufwendig Bohrungen oder andere Eingriffe ausfallen. Auch die Gesamtlänge bestimmt den Umfang der Arbeiten und damit die Kostenschätzung.

  • Bei 30 cm Wanddicke fällt der Materialbedarf meist geringer aus als bei stärkeren Wänden; bei Injektionsarbeiten sind Bohrtiefe und Zahl der erforderlichen Bohrungen maßgeblich.
  • Eine 36-cm-Wand benötigt gegenüber einer 30-cm-Wand häufig mehr Injektionsmittel und längere Bohrungen; die genaue Differenz richtet sich nach Verfahren und Mauerwerksgefüge.
  • Bei 50 cm Wanddicke steigen Bohrtiefe, Materialeinsatz und Bearbeitungszeit typischerweise deutlich; bei durchgehenden Eingriffen muss zudem die größere Wandstärke berücksichtigt werden.
  • Mit zunehmender Wandlänge wächst die behandelte Fläche beziehungsweise die Zahl der Arbeitsmeter; Ecken, Wandanschlüsse und Unterbrechungen können die Ausführung zusätzlich kleinteiliger machen.
  • Für 40 m Wandlänge ergibt die Rechnung 40 m × 80–250 €/lfm einen Richtwert von 3.200–10.000 € für die Trockenlegungsarbeiten.

Die Beträge je laufendem Meter sind keine Festpreise: Regionale Lohnkosten, Wanddicke und Zustand des Mauerwerks können den Ansatz verändern. Bei mehreren Wandabschnitten sollte die Gesamtlänge anhand der tatsächlich zu behandelnden Strecken ermittelt werden, nicht anhand der Raumfläche.

Mauerwerksart und Zugänglichkeit

Das Mauerwerksgefüge entscheidet mit darüber, wie gleichmäßig sich ein Abdichtungsmaterial einbringen lässt und wie viel Vorarbeit erforderlich ist. Der Zugang zur Wand beeinflusst vor allem Einrichtung, Arbeitszeit und nötige Hilfsmittel.

  • Vollziegel bilden ein vergleichsweise gleichmäßiges Gefüge; bei passendem Zustand lassen sich Bohrbild und Materialeintrag meist planbarer ausführen als bei stark wechselnden Steinlagen.
  • Hohlblocksteine besitzen Hohlräume, in die Injektionsmittel unkontrolliert ablaufen können; zusätzliche Bohrungen oder eine angepasste Ausführung können den Arbeitsaufwand erhöhen.
  • Natursteinmauerwerk weist häufig wechselnde Steinformate und Fugen auf; vorhandene Hohlräume erschweren eine gleichmäßige Verteilung und können mehr Prüf- und Vorbereitungszeit erfordern.
  • Freie Wandflächen in gut erreichbaren Räumen lassen sich einfacher bearbeiten als enge Kellerbereiche mit Leitungen, Einbauten oder niedriger Deckenhöhe, die den Arbeitsablauf einschränken.
  • Liegt die betroffene Außenwand oberhalb des Geländes und ist ein Gerüst erforderlich, kommen dessen Auf- und Abbau sowie die Standzeit als zusätzliche Kostenposition hinzu.

Bei einer außenliegenden Wand unter Gelände ist nicht ein Gerüst, sondern der Zugang durch Freilegen entscheidend; die dafür nötigen Erdarbeiten hängen von Tiefe und Platzverhältnissen ab. Ein belastbarer Vergleich berücksichtigt daher Steinart, Hohlräume und tatsächliche Arbeitsbedingungen getrennt.

Nebenarbeiten

Nach der Abdichtung können ergänzende Arbeiten nötig sein, damit beschädigte Oberflächen erneuert und die betroffenen Bauteile wieder genutzt werden können. Diese Positionen sind gesondert zu kalkulieren, da Umfang und Preis stark von Fläche und Zustand abhängen.

  • Sanierputz kostet als Richtwert 50–120 €/m²; bei 60 m² ergeben 60 m² × 50–120 €/m² insgesamt 3.000–7.200 €.
  • Für Abbruch und Abtransport alter Putz- oder Mauerwerksreste können je nach Menge, Entsorgungsweg und Transportzugang grob 100–500 € oder mehr anfallen.
  • Technische Trocknung mit Kondensations- oder Adsorptionstrocknern wird häufig nach Mietdauer und Gerätezahl berechnet; als grobe Orientierung sind 300–900 € für mehrere Wochen möglich.
  • Eine Innenabdichtung mit mineralischer Dichtungsschlämme oder Dichtputz liegt überschlägig bei 80–200 €/m², abhängig von Untergrundvorbereitung und Zahl der Arbeitsschritte.
  • Eine Außenabdichtung kann wegen Freilegung, Untergrundaufbereitung und Schutzschichten grob 400–1.000 €/lfm erreichen; Tiefe und Zugänglichkeit beeinflussen den Aufwand maßgeblich.

Die genannten Spannen sind Richtwerte für 2025/2026 und können regional sowie nach Zustand des Untergrunds abweichen. Bei der Kostenermittlung sollten Putzflächen in Quadratmetern, Abbruchmengen und erforderliche Trocknungsdauer getrennt ausgewiesen werden.

Angebote prüfen und Kostenfallen

Ein belastbarer Vergleich der Mauerwerkstrockenlegung Kosten beginnt mit der Frage, ob mehrere Angebote dieselben Arbeiten und Nachweise umfassen. Entscheidend ist nicht allein die Verfahrensbezeichnung, sondern ob Bohrungen, eingesetzte Materialien, Putzarbeiten und Erfolgskontrollen nachvollziehbar beschrieben sind. Lassen Sie technische Angaben und Vertragsbedingungen schriftlich festhalten, damit sich zugesagte Leistungen später überprüfen lassen. Bei einer Beauftragung in der Wohnung oder an einem anderen Ort außerhalb der Geschäftsräume kann außerdem ein gesetzliches Widerrufsrecht bestehen.

Leistungsumfang prüfen

Vergleichen Sie Angebote Position für Position und verlangen Sie Angaben, die sich vor Ort kontrollieren lassen. Bei einer Injektion gehören dazu beispielsweise ein Bohrplan und die genaue Bezeichnung des vorgesehenen Injektionsstoffs; ein bloßer Verweis auf ein „bewährtes Verfahren“ beschreibt die Leistung nicht ausreichend.

Prüfen Sie insbesondere, ob folgende Punkte schriftlich vereinbart sind:

  • Bohrbild: Das Angebot nennt Lochabstände, Bohrdurchmesser, Bohrtiefe und Bohrwinkel oder verweist auf einen konkreten, beigefügten Bohrplan für die betroffene Wand.
  • Materialangaben: Produktname, Wirkstoff beziehungsweise Materialart und vorgesehene Verbrauchsmenge sind aufgeführt; die Eignung für Mauerwerksart und Durchfeuchtungszustand wird erklärt.
  • Ausführung der Bohrungen: Anzahl und Lage der Bohrungen sowie das anschließende Verschließen der Bohrlöcher sind beschrieben, einschließlich der Behandlung sichtbarer Fehlstellen.
  • Putzarbeiten: Das Angebot beziffert die betroffene Fläche in Quadratmetern, nennt Abtragshöhe und Entsorgung und beschreibt, welcher Putz anschließend aufgebracht wird.
  • Trocknungsmessungen: Messverfahren, Messstellen und Zeitpunkte sind festgelegt; Ausgangs- und Kontrollmessungen sollen an vergleichbaren Stellen und mit derselben Methode erfolgen.
  • Messprotokolle und Nachweise: Vereinbart sind schriftliche Messergebnisse mit Datum, Messort und Verfahren sowie Fotos und Angaben zu den tatsächlich ausgeführten Arbeiten.

Bei den Lochabständen gibt es keinen pauschal passenden Wert für jedes Mauerwerk: Wandaufbau, Steinformat und das gewählte System beeinflussen das Bohrbild. Lassen Sie Abweichungen zwischen geplantem und ausgeführtem Abstand dokumentieren, statt sich mit einer mündlichen Zusage zufriedenzugeben.

Auch beim Putzumfang zählt die genaue Abgrenzung: Sind nur lose Stellen erfasst oder wird eine zusammenhängende Fläche bearbeitet? Ein eindeutig beschriebener Umfang macht sichtbar, ob die angebotene Leistung zur erforderlichen Sanierung passt und welche Arbeiten separat berechnet würden.

Gewährleistung und Wirkungsnachweis

Für Bauleistungen verjähren Mängelansprüche im Regelfall innerhalb von fünf Jahren; maßgeblich ist § 634a Absatz 1 Nummer 2 BGB. Bei Arbeiten an einem Bauwerk beginnt die Frist grundsätzlich mit der Abnahme. Abweichende vertragliche Regelungen und die Einordnung des konkreten Vertrags können eine Rolle spielen; lassen Sie daher Fristbeginn und vereinbarte Dauer ausdrücklich im Vertrag festhalten.

Eine Gewährleistungszusage sollte benennen, welche Leistung sie umfasst und wie ein möglicher Mangel angezeigt wird. Prüfen Sie, ob sie sich auf die ausgeführte Abdichtung, bestimmte Nacharbeiten oder einen konkret definierten Zustand bezieht. Allgemeine Aussagen wie „dauerhaft trocken“ sind ohne messbare Kriterien schwer zu beurteilen. Lassen Sie auch schriftlich festhalten, welche Prüfung bei einer Reklamation erfolgt und wer die Kosten dafür trägt.

Für den Wirkungsnachweis braucht es vergleichbare Messdaten statt einzelner Momentaufnahmen. Sinnvoll sind ein Ausgangsprotokoll vor Beginn und vereinbarte Kontrollmessungen nach der Ausführung, jeweils mit Messstelle, Messverfahren und Datum. Raumtemperatur und relative Luftfeuchte sollten ebenfalls notiert werden, weil sich Messwerte bei wechselnden Bedingungen anders einordnen lassen.

Fotos mit eindeutig zugeordneten Wandabschnitten ergänzen die Messprotokolle; bei Bohr- oder Injektionsarbeiten können sie den Zustand vor dem Verschließen dokumentieren. Halten Sie außerdem fest, wann Messungen stattfinden und welche Werte oder Veränderungen als Erfolgskriterium gelten. So lässt sich die Wirkung über einen nachvollziehbaren Zeitraum beurteilen, statt sie allein an einer trockener wirkenden Oberfläche festzumachen.

Warnzeichen

Ein auffälliges Warnzeichen ist Druck zum schnellen Unterschreiben, etwa wenn ein Sonderpreis nur bei sofortiger Zusage gelten soll. Bei einer dauerhaften Mauerwerksabdichtung sollte ausreichend Zeit bleiben, Diagnose, Leistungsbeschreibung und Vertragsunterlagen zu prüfen. Ein seriöses Angebot muss nicht durch künstliche Fristen ersetzt werden.

Vorsicht ist auch bei einem Festpreis ohne vorherige Diagnose geboten. Ohne Besichtigung und Untersuchung des betroffenen Wandbereichs lässt sich kaum nachvollziehbar festlegen, welches Verfahren passt und welche Arbeiten tatsächlich erforderlich sind. Fragen Sie nach der Grundlage der Kalkulation und danach, welche Befunde den vorgeschlagenen Maßnahmen zugrunde liegen.

Fehlen Angaben zu Messstellen, Messverfahren oder schriftlichen Protokollen, bleibt später unklar, woran die Wirkung beurteilt werden soll. Dasselbe gilt, wenn Material und Arbeitsumfang nur mit pauschalen Sammelbegriffen beschrieben werden. Bestehen Sie auf konkreten Vertragsangaben, bevor Sie eine Zusage erteilen.

Wird der Vertrag als Verbraucher außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen, besteht grundsätzlich ein Widerrufsrecht von 14 Tagen nach § 312g BGB; gesetzliche Ausnahmen sind möglich. Lassen Sie sich Widerrufsbelehrung und Vertragsunterlagen aushändigen und prüfen Sie beides vor Beginn der Arbeiten. Bei Unsicherheit über eine konkrete Vertragsklausel kann eine unabhängige rechtliche Beratung helfen.

Fragen zu den Kosten der Mauerwerkstrockenlegung

Die Kosten einer Mauerwerkstrockenlegung hängen bei einem Einfamilienhaus vor allem davon ab, wie viele Meter Mauerwerk betroffen sind und welche Arbeiten nötig werden. Die folgenden Beträge sind grobe Orientierungswerte für 2025/2026, keine verbindlichen Angebotspreise. Ob eine Gebäudeversicherung zahlt, richtet sich nach der Ursache der Feuchtigkeit und den vereinbarten Vertragsbedingungen. Für Handwerkerleistungen im selbst genutzten Haushalt kann außerdem die Steuerermäßigung nach § 35a EStG relevant sein.

Was kostet eine Mauerwerkstrockenlegung für ein Einfamilienhaus?

Für ein Einfamilienhaus können die Kosten grob zwischen 2.000 und 15.000 Euro liegen; bei umfangreichen Schäden oder zusätzlichen Arbeiten kann der Betrag höher ausfallen. Entscheidend sind die Länge der betroffenen Wände, das gewählte Verfahren und erforderliche Nebenarbeiten wie Putzentfernung oder Wiederherstellung. Eine begrenzte Sanierung einzelner Wandabschnitte fällt meist deutlich günstiger aus als die Behandlung eines großen Teils des Kellerumfangs. Diese Spannen sind Richtwerte für 2025/2026 und ersetzen keine objektspezifische Kostenschätzung. Für einen Vergleich sollten Angebote dieselben Wandabschnitte und Leistungen umfassen.

Zahlt die Gebäudeversicherung?

Aufsteigende Feuchte wird in der Regel nicht von der Gebäudeversicherung gedeckt, weil sie meist als allmählicher baulicher oder abdichtungstechnischer Mangel gilt. Anders kann es bei einem plötzlich eingetretenen, versicherten Ereignis aussehen, etwa einem Leitungswasserschaden durch ein geplatztes Rohr. Ob dann auch Trocknung und Wiederherstellung übernommen werden, hängt vom konkreten Vertrag, den Ausschlüssen und der Schadenursache ab. Schäden durch Starkregen oder Rückstau sind ebenfalls nur versichert, wenn der passende Schutz vereinbart wurde. Maßgeblich sind die Versicherungsbedingungen der jeweiligen Police.

Ist die Trockenlegung steuerlich absetzbar?

Bei Arbeiten im selbst genutzten Haushalt können nach § 35a EStG 20 Prozent der begünstigten Arbeitskosten steuerlich berücksichtigt werden, höchstens 1.200 Euro pro Jahr. Materialkosten zählen nicht zu diesem Höchstbetrag; erforderlich sind grundsätzlich eine Rechnung und die Zahlung auf das Konto des ausführenden Betriebs. Die Regelung kann für Erhaltungs- und Modernisierungsarbeiten an einer bestehenden Immobilie infrage kommen, nicht jedoch ohne Weiteres für Neubauarbeiten. Bei vermieteten Häusern ist gesondert zu prüfen, ob die Kosten als Erhaltungsaufwand oder als Herstellungskosten steuerlich einzuordnen sind. Die konkrete Behandlung hängt vom Einzelfall ab.